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Tik Tok Marketing – Alles, was ihr wissen müsst / Teil 1

23. März 2020 Tik Tok Tik Tok Tik Tok – die Social Media-Uhr tickt.

Zeit wird’s für einen neuen Social Media-Hype – was 2018 als eine Karaoke-App begann, ist heute in aller Munde. TikTok gewinnt rasant an Popularität und wird vor allem bei Jugendlichen immer beliebter. Mit jugendlicher Kreativität als Treibstoff, treibt die App sowohl Challenges & Musik-Hits als auch Brands schnell voran.

Wenn ihr TikTok verwirrend findet – es sei euch vergeben. Die App ist schnell, chaotisch und kombiniert Elemente von Spotify, Snapchat und Vine in einem sozialen Netzwerk.

Hier ist alles, was ihr wissen müsst, um loszulegen.

Was ist TikTok?

TikTok ist die Nachfolgerin von Musical.ly. Hier konnten sich Teenager musikalisch austoben und Karaoke mit ihren Lieblingsliedern singen. Dann kam die chinesische Firma ByteDance, kaufte Musical.ly, nahm es in die eigene TikTok-App auf und nun haben wir eine Power-App mit globalem Potential.

Sobald man die App öffnet, regnet es Kreativität. Mit einer Reihe von Filtern, Effekten, Musik, Video-Bearbeitungswerkzeugen und allem, was sich das kreative junge (oder junggebliebene) Digital Native-Herz wünscht, werden 15-sekündige Videos erstellt, die zu längeren Videos kombiniert werden können.

Die Karaoke-App gehört nun endgültig der Vergangenheit an – heute ist TikTok eine App zur Selbstdarstellung. Einfallsreich und erfinderisch wie sie ist, kann hier die Generation Z ihre Kreativität ausleben.

Wer benutzt TikTok?

TikTok ist vor allem bei Teenagern populär. Laut GlobalWeb Index sind 41% der NutzerInnen zwischen 16 und 24 Jahre alt.

In einem Interview mit Glossy.co sagt Jenny Lang, Gesellschafterin von Integrated Investment bei UM Worldwide:

„TikTok has an amazing young female audience, and it’s a really engaged audience. If you look at females ages 16 to 24, it’s a 60 percent reach. It’s not as big as some other platforms, but the engagement level is amazing. Young people are looking for those different environments now. Everyone’s parents are on Facebook, so they want something new that’s entirely theirs.“

Während China die größte Nutzerbasis sein mag, ist TikTok in 154 Ländern weltweit verfügbar, wobei 40% der NutzerInnen außerhalb von China zuhause sind. Die Zahlen, die wir über die Nutzung in Europa bis dato haben, stammen aus einem „geleakten“ Pitch-Deck aus November 2018. Damals war die Rede von etwas über 17 Mio. MAUs in Europa. Deutschland und Frankreich liegen mit 4,1 Mio. bzw. 4 Mio. aktiven NutzerInnen pro Monat und einem Durchschnitt von 6,5 bzw. 5 Mrd. Videoaufrufen – nach Angaben des Decks – an der Spitze der europäischen Märkte.

TikTok in Zahlen

Für den Erfolg der App sprechen einige ziemlich beeindruckende Zahlen

- weltweit mehr als 660 Millionen Downloads im Jahr 2018
- allein im Dezember 2018 75 Millionen neue NutzerInnen
- mit 4,9 Minuten die längste durchschnittliche Sitzungsdauer:Facebook (4.7 minutes), Instagram (3.1 minutes), and Snapchat (1.6 minutes)
- mit monatlich 500 Millionen aktiven Nutzern (26,5 Millionen davon in den USA) ist die Nutzerbasis von TikTok doppelt so groß wie die von Vine (200 - Millionen) zu ihren besten Zeiten
- im Jahr 2018 die Nummer 4 der am häufigsten heruntergeladenen Apps (häufiger als Instagram & YouTube)

Nicht so gut schneidet TikTok ab, wenn es um die tägliche Nutzung geht. Der Engagement Index liegt hier bei nicht so beeindruckenden 29%. Im Vergleich schneiden Facebook (96%), Instagram (95%) und Snapchat (95%) deutlich besser ab. Das bedeutet, dass TikTok noch einiges unternehmen muss, um die NutzerInnnen dazu zu bewegen, sich täglich auf der Plattform zu engagieren.

Was macht TikTok erfolgreich?

TikTok wird oft mit Vine verglichen. In diesem Vergleich steckt insofern etwas Wahres, als TikTok auch eine eher kreative als eine ausschließlich soziale Plattform ist.

Auf die Frage, warum sie es mögen, geben NutzerInnen in einer Studie von Global Web Index an, dass sie am meisten daran interessiert sind, die Kreativität anderer zu sehen und selbst kreativ zu sein. Kreativität und Selbstdarstellung stehen in der Nutzungs-Motivation über sozialen Faktoren wie „Ich mag die Community“ oder „Ich kann mit Freunden in Kontakt bleiben“.

Der Anstieg der Popularität von TikTok ist keine Überraschung, sondern eher das Resultat von Trends, die wir in den letzten Jahren beobachten konnten. Während die Pflege der Beziehungen zu FreundInnen und Status-Aktualisierungen massiv an Bedeutung für (vor allem junge) Social Media NutzerInnen verlieren, wachsen das Bedürfnis und die Suche nach Unterhaltung. Diesen Trend erkennt man auch an dem zunehmend „passiven Surfen“, bei dem Social Media User durch ihre Feeds scrollen, um Content zu konsumieren, ohne selbst etwas zu teilen.

In der Global Web Index – Studie wird behauptet, dass der Wunsch nach kreativer Selbstdarstellung möglicherweise doch unterschätzt worden ist,und genau das erleben wir momentan mit dem Aufkommen von TikTok.

Während auf Plattformen wie YouTube und Facebook für die Gestaltung kreativer Inhalte auf Softwares von Drittanbietern zurückgegriffen werden musste, arbeitet TikTok nach dem „Alles aus einer Hand“-Prinzip.

TikTok zeichnet sich durch eine Reihe von Werkzeugen, Effekten und Filtern sowie durch die einfache Zuordnung von Audio und Video aus. Die Erstellung von Content ist trotz der vielen Möglichkeiten einfach, intuitiv und macht Spaß. Und Spaß haben ist gerade in der Nutzer-Gruppe enorm wichtig.

Die GlobalWeb Index-Studie zeigt deutlich, dass TikTok-NutzerInnen Schöpfer sind, wie an dem hohen Verhältnis zwischen ErstellerInnen und ZuschauerInnen erkennbar ist.

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